Am 11.06.2010 war es endlich soweit, ein Jahreshighlight stand vor der Tür – der Bördesprint in Oschersleben!
Claudi und ich reisten am Donnerstag an und trafen uns am Abend mit Micha und Mullei, welche schon heimlich einen Tag trainiert hatten!!!
Wir machten es uns bei Bier und Gegrilltem gemütlich und genossen den wunderschönen Abend hier in Oschersleben.
Am nächsten Morgen ging es frisch ans Tagwerk, also vollgetankt, Heizdecken runter und raus auf die Strecke!
Es herrschten top Bedingungen und so fuhren wir bei tollem Wetter und Sonnenschein unsere Runden. Die erreichten Zeiten ließen uns für das morgige Rennen hoffen!

Ich merkte dass es echt möglich war auch bei 30 Grad noch schnelle Runden zu drehen und das über 45 Minuten hinaus.
Also stellten wir glücklich und zufrieden am Abend unsere Bike´s ab und machten es uns gemütlich!
Mittlerweile waren auch Micha´s und Mullei´s Familie und Freunde eingetroffen , sozusagen unsere Fan und Hilfstruppe, denn ohne diejenigen kann man kein Langstreckenrennen fahren, was man am nächsten Tag auch noch mehr verstand! So ließen wir alle den Abend gemütlich ausklingen.
Das wäre auch so gewesen, wenn da nicht die nette „DEKRA“ Truppe, welche die techn. Abnahme leitete, uns etwas leiden ließ! „Mehr Draht da, hier mehr sicher, was is denn das hier und das ist doch nicht ihr ernst“, waren nur kleine Auszüge aus dem Vokabular dieser netten, älteren, wahrscheinlich ehemaligen TÜV-Prüfern! Mensch, mussten die schon viele Schrauben verloren und Unfälle erlebt haben!!! Mehr darüber möchte ich an dieser Stelle nicht verlieren!!!
So, ansonsten war der Abend trotzdem schön!Am Samstag dann das! Totaler Regen und das, wie ich es vermutete - den ganzen Tag! Nur Micha träumte und hoffte noch auf schönes Wetter!!!
Naja egal wird schon dachte ich, denn gestern lief es im Trockenen ja auch gut, also warum nicht auch im Nassen!?
Dachte ich halt und nahm bei total sch… Bedingungen als erster die Maschine ran um, ne gute Quali Zeit zu erreichen, aber leider wurde ich Opfer meines Vorderreifen´s, heul!!!!
Ich hätte es besser wissen müssen, denn so sehr wie der beim beschleunigen wackelte und der Lenker um sich schlug, konnte etwas nicht stimmen und als ich dachte, na das wird schon, erstmal einrollen, war es soweit nach Start/Ziel – wuschhhhhh und weg!!!!
Na prima, Motorrad halb kaputt und in ner guten Stunde sollte ich den Le Mans Start machen – daraus wurde natürlich nix!!!
Meinen besonderen Dank noch mal an alle die mir geholfen haben, dass mein kleines Baby dann doch noch lief! Wenn auch sehr spät – aber besser als gar nicht mehr!
Aber das war nicht das einzige Problem, das Wetter war nämlich so unbeständig, sodass man echt nicht wusste, welche Reifen man aufziehen sollte, echt miese Bedingungen, aber that´s racing pur!

Den Start führte Mullei total super aus und Micha machte nach dem ersten Wechsel super weiter!
So nun war endlich ich an der Reihe und ich wollte natürlich alles geben und richtig machen, was mir auch ca. fünf Runden gelang, denn dann passierte etwas, was eigentlich kaum passiert – mein hinteres Radlager ging kaputt und ich konnte froh sein, dass ich das noch rechtzeitig bemerkt hatte und nicht von den hinter mit fahrenden Racer´n umgefahren wurde. Für nen Moment dachte ich, meine Hinterachse löst sich vom Rad – puuuh ich hielt irgendwie an und dachte meine Bremse ist fest gegangen so wie das hinten rauchte!!!
Mannomann, da hatte ich nie Probleme mit dem Material und zum wichtigsten Rennen im Jahr, kommt alles auf einmal – boah war ich satt!!!!
Ich konnte den Transponder auf dem Abschlepper zurückbringen und so konnte Micha und Mullei weiterfahren – aber diese Aktion hatte uns natürlich sehr zurückgeworfen!
Mann immer ich dachte ich und schraubte mit den Jung´s verzweifelt am Motorrad. Es verging eine gefühlte Ewigkeit und unter totaler Gewalt brachten wir die krumme Achse und das völlig zerstörte Radlager zum Vorschein!
Nachdem wir das Problem behoben, wechselte ich als erster auf Regenreifen, da Mullei auf der komplett nassen Strecke mit Slicks! fuhr und mit dem Regen und Bedingungen kämpfte und Micha noch auf Trockenreifen in der Box stand.
Also raus und fahren, fahren, fahren!!!
Ich fuhr eine Stunde durch und kam nur in die Box, weil mein Tank alle war, obwohl ich ein Signal aus der Box bekommen hatte, welches ich aber durch den Regen nicht bemerkt hatte, sorry! Hatte aber auch so alles funktioniert und völlig fertig und durchnässt schickte ich Micha zum letzten Teil auf die Strecke!
Fehlerfrei fuhr Micha den 7. Platz nach Hause und wir waren trotz allem darüber sehr glücklich und freuten uns wie die Wahni´s über unseren Erfolg!!!
Ich hatte also wieder viel gelernt, vor allem wie es in einem Langstreckenrennen läuft und das ist eine ganz andere Sache, wie ein Rennen über ein paar Runden, aber auch eine tolle Grenzerfahrung, welche ich nie wieder missen möchte!!!
Wir feierten am Abend mit all unseren Freunden, Partnern und Helfern und genossen die gesamte abendliche Fahrerlagerstimmung!
Am nächsten Morgen schliefen wir alle aus und packten nach dem Frühstück zusammen. Micha und Mullei fuhren nach Hause, aber Claudi und ich machten es uns noch mal an der Strecke gemütlich und genossen mehrere Rennen unter anderem den KTM-SuperDuke-Battle!
Man voll geil wie die Jung´s fighteten!!! Die hatten auch wieder tolles Wetter – man warum hat es uns so hart getroffen, seufz!!!
Na egal, wir fuhren voller Stolz und super Eindrücken nach Hause denn wir wussten ja, dass wir bald wiederkommen!Grüße aus Oschersleben,
Andreas Frind
Mehr Pics gibts in der Bildergalerie....












