Lausitzringbericht 2010
Vom 25. – 26. Mai war ich mal wieder rennstreckenmäßig unterwegs. Diesmal auf dem Lausitzring mit Daske-Racing als Veranstalter.
Die Wetterprognose war mal wieder äußerst hilfreich – nämlich gar nicht!! Ein hin und her!!
Bei absolutem Sturm und Regen ging es von zuhause los, um am Lausitzring bei eigentlich schönem Wetter anzukommen. Vorher musste es hier wohl aufs Übelste geregnet haben, da hier immer noch alles sehr nass war. Als wir nun in aller Ruhe alles aufbauen wollten, zogen die Restausläufer des Unwetters von Großenhain über den Lausitzring hinweg, jedoch zum Glück in abgeschwächter Form, denn sonst hätten wir gleich wieder einpacken können. In Großenhain und dem Umland hatte das Wetter sehr große Schäden verursacht.
So hatten wir alles in Rekordzeit aufgebaut, da wir schon von weit hinten die nächste Unwetterfront auf uns zukommen sahen! So wurde wir und unser Zelt nur ziemlich heftig durchgeschüttelt und nass gemacht, aber im Gegensatz zu andern Teilnehmern, konnten wir am nächsten Morgen in Ruhe in unserem Zelt frühstücken.
So, jetzt zum Eigentlichen. Der erste Tag lief bei durchwachsenen, aber dennoch trockenem Wetter gut ab. Ich konnte paar gute Zeiten fahren, blieb aber etwas hinter meinen Zeiten vom letzten Jahr zurück, leider!
Claudi half mir wie immer sehr, musste aber beruflich am Mittwoch weg, sodass ich ab dem frühen Morgen erstmal allein loslegen musste. Aber ich hatte mir Ersatz in Form von Gandalf und Claudi’s Cousin besorgt, welche mir über den Tag zur Hand gingen.
Die ersten Trainingsturns liefen super und ich hoffte auf nen super Startplatz für mein Rennen. Aber ich merkte als ich schneller wurde, dass drei Dinge nicht optimal waren. Das erste war, dass meine Übersetzung nicht optimal gewählt war und ich ständig im sechsten im Begrenzer unterwegs war; das zweite, mein Motor hatte ne Stunde vor dem Rennen angefangen unter 10000 Umdrehungen keine Leistung mehr zu entwickeln und ruckelte ziemlich stark und zu allem Überfluss musste sich ausgerechnet mein Handgelenk wieder auf sich aufmerksam machen, sodass ich nach einem Turn kaum noch kuppeln konnte! Heul!
Naja egal, wird schon werden.
Nach der Quali sah ich das Ergebnis – nur Startplatz 24 von 30 Startern! Na suuuper! Das konnte ja etwas werden.

Ich dachte nur an den Start, den ich bitte nicht verkacken wollte, denn die Jungs um mich rum fuhren alle fast identische Zeiten. Mir blieb nix anderes übrig, als beim Start schon mal alles auf eine Karte zu setzen und bei mindestens 10000 U/min einzukuppeln und dabei natürlich keinen Wheelie zu machen. Naja, das hatte dann zumindest schon mal geklappt. Ich kniff die Backen zusammen und schoss am Start voll geil los und kassierte bis zum einbiegen nach Start/Ziel schon mal fünf Männer! Aber auf der Geraden und beim rausbeschleunigen verlor ich immer immens auf die Andern. So fuhr ich auf Sicherheit durch, da ja in ein paar Tagen schon Schleiz anstand und ich nicht wieder schrauben wollte und beendete nach einem harten Zweikampf in der letzten Runde, wo ich leider noch nen Platz verlor, das Rennen auf Position 17! Egal – hatte trotzdem sehr viel Spaß gemacht!!
Nach dem abstellen der Maschine und der Siegerehrung wollte ich mit der Kleinen zurück zum Zelt fahren, aber Pustekuchen – sie wollte nicht mehr! Zum Glück hatte sie bis zum Rennen durchgehalten.
Nach kurzem Verschnaufen half mir Claudi, die in der Zwischenzeit wieder da war, alles zu verstauen und wir machten uns bei tollem Wetter wieder auf den Nachhauseweg.
Alles in allem zwei tolle Tage, welche mal wieder sehr lehrreich waren, denn auf dem Kringel lernt man niemals aus!!
Bis bald aus Schleiz, euer Oehlins!
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