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Home News Newsarchiv 2010 Die Ereignisse in Most haben sich überschlagen

Die Ereignisse in Most haben sich überschlagen

Vom 18. Bis 20. Juni waren Thomas und ich wieder unterwegs. Dieses mal hat es uns nach Most verschlagen – eine unserer Lieblingsstrecken. Die Anreise war im Vergleich zum letzten Jahr kein Problem und wir sind am Donnerstag Abend rechtzeitig und gut angekommen.

Nachdem es im Vorfeld bei der grünen Mamba bereits eine Operation gegeben hat, war ich für den Freitag auf das Testen vom Motorrad eingestellt. Da es von Donnertag auf Freitag jedoch geregnet hat, war die Strecke vormittag sehr feucht und ich konnte nur einige wenige Runden mit Trockenreifen drehen. Und anstatt aufzutrocknen begann es um die Mittagszeit ganz zu regnen. Um weiterhin trainieren zu können zog ich sofort die Regenreifen auf und versuchte die Zeit zu nutzen. Thomas wartete weiterhin auf Sonne und blieb damit den Freitag in unserer „Box“. Ich konnte im Regen einige gute Runden hinlegen – es schien alles in Ordnung zu sein.
Samstag früh hatte sich der Regen verzogen und bevor das Qualifying losging wollten wir noch ein paar Runden im trockenen drehen. Bei der Rückfahrt in die Box hat unser „Chefmechaniker“-Franz Öl im Bug der Kawa gesehen -> nicht wissend woher es kommt versuchten wir die Ölquelle zu finden – und es gibt Dinge, die gibt’s gar nicht. Noch nie haben wir von einem undichten Wärmetauscher gehört, doch auch das ist möglich. Trotz der hunderten Ersatzteile die wir immer mit haben – so ein Teil hatten wir nicht mit und damit war das Rennwochenende für mich bereits zu Ende, nachdem ich das Qualifying noch gefahren war mit meiner persönlichen schnellsten Zeit in Runde 10 - im Trockenen.
Nun lagen unsere Hoffnungen ganz bei Tom und er stellte seine 750er Suzi auf den 16. Startplatz – ebenfalls mit seiner besten persönlichen Runde in Most.
foto leerer startplatz
Um 14:00 Uhr startete das Rennen der 600er Klasse –leider ohne der Kawa von Startplatz 15. Der Start ist dabei in Most immer sehr eng, denn die nachträglich eingebaute Schikane ist für zwei Motorräder nebeneinander bereits sehr sehr eng und die Befürchtungen sind eingetreten. Bereits einige Meter nach dem Start kollidierten zwei Fahrer aus den ersten Reihen – mit dabei der Mitfavorit für die Gesamtwertung Wimsi Wimmer – er stürzte vom seiner Ducati und viel mitten im Feld auf die Straße und rollte Richtung Wiese – dabei konnten wie durch ein Wunder alle nachfolgenden zum Glück ausweichen. Gleichzeitig stürzte beim Anbremsen in die erste Schikane im hinteren Feld ein Rennfahrerkollege. Anton R. zog sich dabei eine Verletzung am Daumen zu und bei Wimsi Wimmer musste leider eine Verletzung an beiden Fersen festgestellt werden. Der Abbruch des Rennens war die Folge – wir wünschen den beiden GUTE BESSERUNG.
Der zweite Startversuch endete ebenfalls mit einem Abbruch. Die Führenden in der Meisterschaft – Markus Kerschner, Jochen Rotter und Robert “ James“ Auer kollidierten am Ausgang der ersten Schikane. Leider musste auch hier eine Verletzung festgestellt werden – Markus Kerschner zog sich eine Verletzung des Schlüsselbeins zu – GUTE BESSERUNG!
Nach dem zweiten Abbruch wollte unser Veranstalter Pezibär die Nerven beruhigen und ließ den Start für die 600er neu für 17:00 Uhr ansetzen.
Damit startete die 750er Klasse mit Thomas mitten im Feld. Die Daumen gedrückt, dass alles gut geht fuhren alle Fahrer beherzt in die erste Schikane und zum Glück ist alles gut gegangen. Thomas hatte einen mäßigen Start und musste 2-3 Fahrer ziehen lassen. Während der ersten Runden konnte er jedoch wieder aufschließen und Joachim Schindlauer und Martin Steinlechner wieder einholen und überholen. Danach gab es ein spannendes Duell zwischen Tom und Rupert Kasper und Martin Klinger. Am Ende musst sich Thomas den Beiden geschlagen geben und fuhr den 14. Rang ein – für die Motulwertung bedeutet es Platz 9. Damit ist Thomas in der Gesamtwertung auf Rang 4 – wir hoffen er kann es bis zum Ende der Saison halten!!! Die drei Sieger in der 750er Klasse waren Hermann Schmid, Martin Erlacher und Peter Gruber.
Das GP Rennen konnte ebenfalls ohne gröbere Startschwierigkeiten ausgetragen werden. Dabei duellierten sich die beiden Freunde Martin Stranz und Jürgen Luef bis in die letzte Runde. Jürgen musste dabei die letzten 4 Runden mit einer defekten Ölleitung seine Runden drehen – unbemerkt von ihm fuhr er trotzdem die schnellste Rundenzeit mit 1:40,110 und holte sich den Sieg.
Um 17:00 war nun ein erneuter Startversuch der 600er – dieses mal ging alles gut und alle die noch starten konnten kamen gut durch die Runden. Jochen Rotter gewann 0,118 vor Robert Auer und 0,284 vor Gregor Sillipp – spannend bis zum Ende. Durch meine Nullnummer verlor ich sehr viele Plätze in der Gesamtwertung – hoffe jedoch auf die noch ausstehenden Rennen.
Nach dem ersten Renntag – und ich nur als Zusehen – waren wir sehr gespannt auf den zweiten Renntag am Sonntag. Das Qualifying für das 600/750er Rennen stand wie immer sehr früh am Sonntag am Programm. Thomas konnte sich gut platzieren und startete um 11:20 zum Rennen. Wieder musste er hart um seine Position kämpfen und konnte einerseits Martin Klinger hinter sich bringen – im Gegenzug aber Martin Steinlechner und Joachim Schindlauer ziehen lassen. Das bedeutet für ihn den 8. Rang in seiner Wertung und den aktuell 8. Rang in der Bridgestonezwischenwertung.
Am Nachmittag der Start aller Klassen zum 15 Rundenrennen des Motorradmagazin Cups. Thomas stand auch dabei mitten im Feld – aber zum Glück waren auch hier wieder alle sehr diszipliniert und grobe Stürze blieben zum Glück aus. Erneut ein sehr spannendes Rennen von Thomas und er konnte dabei seinen Gegner des Wochenendes – Joachim Schindlauer – hinter ihm lassen – Platz 5 für Thomas und ein weitere Pokal in seiner Sammlung – Gratulation.
Mann des Wochenendes war Ernst Tisch – nach einem schweren Unfall am Samstag beim freien Fahren ist er bereits am Sonntag beim 15 Runden Rennen wieder am Podest gestanden – trotz schweren Verbrennungen und wohl Riesenschmerzen in der rechten Hand! Alles Gute!
Ein interessantes Erlebnis für mich, die Rennen von außen zu sehen und die spannenden Positionskämpfe im gesamten Feld von außen zu beobachten. Trotzdem werde ich nächste Woche in Mugello wieder selbst an den Start gehen – wenn die zickige Grüne das haben will.
Wir freuen uns auf nächstes Wochenende und der Ferrari-Teststrecke in Mugello. Alle Ergebnisse von Most gibt’s hier und alle Bilder dazu in der Bildergalerie.
Bis Bald,
Andreas
PS: Wir haben große Pläne für unser Wochenende in Brünn – mehr News dazu gibt’s in wenigen Tagen!
 
 
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