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Spendenübergabe an "TutGut" & Jasmin Z.

 Am 22.12.2011 fand die jährliche Spendenübergabe statt. Eine kleine Delegation unseres Vereins besuchte die Obfrau von "TutGut" - Stephanie Fürstenberg - mit einem großen Scheck und kleinen Presenten. Danach fand eine Premiere statt. Zusätzlich zu den Spenden für "TutGut" wurde dieses Jahr zum ersten Mal eine ausgewählte Familie unterstützt, deren Leben sich vor einigen Jahren schlagartig geändert hatte....  

Wenige Tage vor Weihnachten konnten wir die diesjährig gesammelten Spenden den bedürftigen Kindern bzw. dem Förderverein "Tut Gut" übergeben. Obfrau Stephanie Fürstenberg und Oberarzt Dr. Konstantin Zabakas berichteten uns von den Familien und bedürftigen Kindern die im abgelaufenen Jahr unterstützt wurden und wie wichtig der Einsatz unserer Mitglieder für diese Kinder ist (einige Schicksale können im Jahresbericht nachgelesen werden - Link). Umso wichtiger war es für uns, dass wir dieses Jahr erneut mehr Spenden für die Kinder sammeln konnten und so übergaben wir am 22.12.2011 dem Förderverein "Tut Gut"

€ 4.500.- 

mit denen zu 100% bedürftige Kinder unterstütz werden!

Von li. stehend: Corinna Kotroba, Manuela Schandl, Erich Schandl, Andreas Fichtenbauer, OA Dr. Konstantin Zabakas, Christian Flöck, Thomas Wöger;
von li. sitzend: Marcel und Susanne Pölzl, Sandra Wundsam, Stephanie Fürstenberg, Verena Decker mit Kindern Raphael, Dominik und Romana


Eine Premiere war es 2011, dass wir nicht nur den Förderverein des LKH Zwettl unterstützen, sondern auch ein kleines Mädchen aus Schrems, dass im Jänner 2008 einen schweren Skiunfall hatte und bis heute mit den Folgen zu Leben hat.
Beim Schulskikurs des Gymnasmiums Gmünd hatte die damals elfjährige Jasmin einen schweren Skiunfall und musste sofort auf die Intensivstation des LKH Salzburg gebracht werden. Jasmin hatte mit schwersten Verletzungen im Kopfbereich zu kämpfen und fiel für fünf Wochen ins Koma. Die Ärzte kämpften um das Leben von Jasmin und schafften zum Glück die Rettung des kleinen Mädchens. Die Rehabilitation dauerte Monate und Jahre und noch heute muss Jasmin mit den Folgen leben und Therapien und Förderunterricht über sich ergehen lassen. Wir haben die alleinerziehende Mutter von drei Töchtern  mit

€ 500.-

unterstützt und damit einen kleinen Teil der Therapie- und Betreuungskosten übernehmen können.

von links hinten: Manuela und Erich Schandl, Thomas Wöger, Christian Flöck, Corinna Kotrba
von links vorne: Sandra Wundsam, Jasmin Z., Lena Z. (Schwester), Regina Z. (Mutter)

Zwei Zeitungsberichte konnten wir von den niederösterreichischen Nachrichten erhalten, die die Situation im Jahr 2008 etwas beschreiben:


Niederösterreichische Nachrichten" Nr. 01 vom 31.12.2008 Seite: 21

Ressort: AUS DEN SCHULEN - GMU Gmünder Zeitung

 

JASMIN ZEILER / Die elfjährige Jasmin Zeiler erleidet bei Skikurs am 8. Jänner einen Schädelbruch und liegt fünf Wochen im Koma.

 

Wochen mit dem Tod gerungen

 

NIEDERSCHREMS / Den 8. Jänner wird die Familie Zeiler aus Niederschrems nie vergessen: Kurz nach 13.30 Uhr ereilt Regina Zeiler ein Anruf, dass ihre Tochter Jasmin am Skikurs des Gymnasiums Gmünd in Wagrain schwer gestürzt sei und auf der Intensivstation eines Salzburger Krankenhauses liege. Jasmin verliert beim "Vorfahren" zur Gruppeneinteilung Kontrolle über ihre Skier und knallt ungebremst bei der Talstation gegen eine Skihütte - zuerst mit den Füßen und dann mit dem Kopf gegen die Hüttenwand.

 

Jasmin kämpft mit einem offenen Schädelbruch, Kieferbruch, Kniescheibenbruch und einem schweren Schädel-Hirn-Trauma um ihr Leben. Nach fünf Wochen Koma, fünf mehrstündigen Operationen und monatelangen Reha-Aufenthalten in der deutschen Spezialklinik Vogtareith hat Jasmin das Schlimmste hinter sich.

 

Jasmin bekommt in dieser Zeit Privatunterricht, ehe sie in die Hauptschule Schrems wechselt. Das tapfere Mädchen führt nun wieder das typische Leben eines Teenagers.

 


"Niederösterreichische Nachrichten" Nr. 27 vom 02.07.2008 Seite: 27

Ressort: BEZIRK GMÜND - GMU Gmünder Zeitung

 

SCHICKSAL / Die ganze Region litt im Jänner mit Jasmin Zeiler mit. Nach fünf Wochen im Koma und langwierigen Reha-Aufenthalten geht es dem Mädchen wieder besser.

 

"Wir gingen durch die Hölle"

 

VON DANIEL LOHNINGER

 

NIEDERSCHREMS / Den 8. Jänner 2008 wird die Familie Zeiler aus Niederschrems nie vergessen. Kurz nach 13.30 Uhr ereilte Regina Zeiler der Anruf eines Lehrers, dass die elfjährige Tochter Jasmin am Skikurs des Gymnasiums Gmünd in Wagrain schwer gestürzt sei und nun auf der Intensivstation eines Salzburger Krankenhauses liege. Die Erstversorgung und Alarmierung des Notarzt-Hubschraubers hatten deutsche Touristen übernommen, die zufällig an der Unfallstelle vorbeigekommen waren. Der genaue Unfallhergang ist bis heute noch nicht geklärt.

 

Die Mutter: "Du hoffst, dass alles ein böser Traum ist"

 

Wenige Stunden später stand die Mutter vor dem Krankenbett ihrer Tochter, die mit einem offenen Schädelbruch, Kieferbruch, Kniescheibenbruch und einem schweren Schädel-Hirn-Trauma um ihr Leben kämpfte. "Jasmin war quietsch vergnügt ein paar Stunden zuvor mit der Klasse in Gmünd weggefahren und wenig später rang sie mit dem Tod. In so einer Situation geht man durch die Hölle", erinnert sich Regina Zeiler heute. Vor allem die Wochen des Komas seien "ein Horror" gewesen: "Du sitzt als Mutter neben dem Bett deiner Tochter und bist völlig machtlos. Und immer wenn du aufwachst, hoffst du, dass alles nur ein böser Traum war."

 

Nach fünf Wochen Koma, fünf mehrstündigen Operationen und monatelangen Reha-Aufenthalten in der deutschen Spezialklinik Vogtareith hat Jasmin das Schlimmste mittlerweile hinter sich. Das linke Auge hat die Sehkraft zwar noch nicht wiedererlangt und auch die seelischen Narben sind noch nicht ganz verheilt, aber ansonsten führt Jasmin schon wieder fast das Leben einer "normalen" Elfjährigen. Laufende Therapien im Förderzentrum in Gmünd werden sie aber noch einige Zeit an den schlimmen Unfall erinnern.

 

Ärzte einig: Der Helm rettete dem Mädchen das Leben!

 

Rückblickend betrachtet sind sich die Eltern sicher, dass es mehreren glücklichen Umständen zu verdanken ist, dass Jasmin überhaupt überlebt hat. Ohne Helm wäre Jasmin schon am Unfallort gestorben. Darin waren sich alle Ärzte einig. Deshalb ist es für Regina Zeiler unverständlich, dass es keine Helmpflicht auf Schulskikursen gibt: "Wir kennen alle den Gruppendruck in den Schule. Einen Helm zu tragen, ist oft uncool'. Zum Glück war unsere Tochter so verantwortungsvoll und hat ihn trotzdem getragen." Wesentlich sei auch die rasche Bergung sowie die kompetente Erstversorgung gewesen. Und schließlich sei man in der Universitätsklinik in Salzburg in besten Händen gewesen. "Das Leben unserer Tochter hing oft am seidenen Faden. Die Ärzte trafen aber jedesmal die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt", so Jürgen Zeiler.

 

Dass Regina Zeiler und ihr Ex-Mann Jürgen die vergangenen Monate des Zitterns und Bangens überhaupt durchstanden, verdanken sie neben dem Prinzip des "positiven Denkens" auch ihrem persönlichen Umfeld, ihren Freunden und Verwandten. Ein besonders großes "Dankeschön" geht an das Moorheilbad Harbach, wo Zeiler als medizinische Masseurin beschäftigt ist. Als allein erziehende Mutter erhielt sie umgehend eine Dienstfreistellung für ein halbes Jahr: "Andere Arbeitgeber hätten mich sicher entlassen. Es war großartig, wie sich das Moorheilbad Harbach in dieser Situation verhalten hat." Und obendrein habe Geschäftsführerin Karin Weißenböck selbst angerufen, um sich zu erkundigen, wie sie helfen könne - und schließlich den Erlös des Heringsschmauses gespendet.

 

Das Geld hatte die Familie bitter nötig: Auch wenn viele Leistungen durch Versicherungen abgedeckt sind, legten Jürgen und Regina Zeiler mehr als 12.000 Kilometer zwischen Niederschrems, Salzburg und Vogtareuth zurück. Auch die Versuche der Wiederherstellung der Sehkraft, der notwendige Privatunterricht - schließlich musste Jasmin von Grund auf alles neu lernen - oder Spezialtherapien seien aus eigener Tasche zu zahlen. Der Dank von Jürgen und Regina Zeiler gilt deshalb auch den Kottinghörmannser Vereinen, die spontan gespendet hatten, aber auch Bürgermeister Reinhard Österreicher: "Er war immer für uns da, wenn wir etwas brauchten und auch jetzt in den ersten Schultagen von Jasmin zeigte er als Direktor der Hauptschule viel Verständnis."

 

Jasmin - jetzt glücklich in der Hauptschule

 

Die neue Schule - Jasmin wechselte im Mai vom Gymnasium Gmünd in die Hauptschule Schrems - gefällt dem Mädchen sehr gut: "Die Klassenkameraden sind alle sehr nett. Manchmal ist halt der Unterricht für mich noch sehr anstrengend." Aber jetzt sind ja Sommerferien - und im Herbst hofft Jasmin, dass das "normale Leben" wirklich wieder beginnen kann.


Wir hoffen mit unserem Beitrag das Leid der Kinder etwas zu lindern und freuen uns auch 2012 mit unserem Einsatz etwas zu erreichen.

 

R4K - Team 

 
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(letzte Aktualisierung am 19.02.2012)

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