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Ein weiteres Highlight der Saison 2010 - Brno

Vom 06.-08.08.2010 waren Thomas und ich nach einem Jahr Abstinenz wieder auf der bekannten MotoGp Strecke in der Nähe von Brno. Eine Woche bevor die MotoGp Stars ihre Runden drehen, konnten wir den Kurs befahren und es ist immer wieder ein wahnsinnsgefühl in die erste Kurve einzubiegen. Dieses Mal hatten wir neben den Rennen noch einen Reisebus für Samstag organisiert der mit 40 Anmeldungen gut gefüllt sein sollte.

Neben unserem üblichen Equipment hatten wir die Sitzgelegenheiten für unsere „Fans“ mit an Board. So begann die Reise nach Brno mit unseren zwei Bussen und einem Anhänger. Nach etwa 2,5 Stunden waren wir problemlos am Ziel angekommen und wir bezogen die Box „11“, gleich neben der Suzuki Austria Box. Wie immer dauerte es bis das gesamte Equipment seinen Platz gefunden hatte – doch es schien, als würde irgendetwas fehlen – klar, der Ersatzmotor der Kawasaki stand seelenruhig zu Hause, einsam und verlassen. Eigentlich sollte es kein Problem sein, da das eingebaute Aggregat problemlos laufen sollte – eigentlich.
Die Wettervorhersagen an den vorangegangen Tagen konnten unterschiedlicher nicht sein. Es musste von Regengüssen bis Sonnenstunden alles dabei sein und so war es auch. Thomas und ich krempelten am Freitagmorgen vorerst die Ärmel hoch. Anstatt die Motoren zu starten war vorerst die Montage der Regenpneus angesagt. In dieser Saison bereits erprobt mit Regenreifen zu trainieren war es kein Problem und wir fuhren am Vormittag die ersten Runden im Nassen. Wie immer wird das Feld bei schwierigen Bedingungen durcheinandergewirbelt. Zudem kam was kommen musste - bei auftrocknender Strecke begann erneut das Getriebe Probleme zu machen und der Motor musste - wohl oder übel -  ersetzt werden. Zum Glück konnte mir Anton R. den Ersatzmotor am Freitagabend mit nach Brno nehmen und so konnten mein Chefmechaniker und ich den Motor in etwas mehr als 4 Stunden ein- und wieder ausbauen! Danke an Alle!!!
Samstag war der große Tag, an dem sogar neben dem organisierten Reisebus auch weitere Gäste erwartet wurden. Doch wie immer kommt es anders als man denkt.
Eigentlich sollten die Qualifyings für die Samstagrennen bereits voll im Gange sein wenn die angemeldeten knapp 50 Besucher ankommen - doch leider machte eine noch nie dagewesene Wettersituation einen Strich durch die Rechnung. Dichter Nebel hing in der Strecke und so konnte die Strecke aus Sicherheitsgründen nicht freigegeben werden. Der Zeitplan wurde völlig durcheinander gewirbelt und die Freigabe erfolgte bei nassen Bedingungen gegen 12:30 Uhr. Sofort starteten die Qualifyings. Die um etwa 11:30 angekommenen „Fans“ motivierten uns natürlich noch mehr, um gute Leistungen zu zeigen. Die nasse Strecke spülte mich auf Startplatz 13, was nach den Freitagzeiten eigentlich nicht zufriedenstellend war. Thomas musste sein Rennen in der 750er Klasse von einigen Plätzen weiter hinten in Angriff nehmen.

Um 14:30 war dann der Start der 600er Klasse angesetzt. Noch immer leichter Nieselregen und die nasse Strecke sorgten für turbulente Szenen, denn die Gischt am Start lassen die Sicht ein Minimum erreichen. Gut durch die erste Kurve gekommen fühlte ich mich eigentlich ganz gut und ich konnte einige Fahrer in der ersten Runde überholen. Peter Herbst, Ronny Schneider und Gerhard Bammacher hatte ich noch in Schlagdistanz als in Runde 3 mein Visier aus der Verankerung gerissen ist. Damit musste ich teilweise mit offenem Visier fahren, da es beim Schließen immer angelaufen ist. Dadurch verlor ich den Anschluss an die Drei und Armin Güldner und Harald Jungwirth konnten noch aufschließen zu mir. Bis in die letzte Runde kämpften wir um Rang 7 und in der letzten Schikane konnte ich an Armin Güldner vorbei gehen, der dabei seinen 8. Rang an Harald Jungwirth ebenfalls verlor. Einerseits zufrieden mit dem 7. Rang und damit Pokalrang – andererseits wären wohl mehr Punkte drin gewesen. Trotzdem war es eine tolle Show für unsere Gäste.
Um 15:30 Uhr war es für Thomas soweit – auch er musste bei nassen Bedinungen ran. Einige Piloten verzichteten dabei auf den Start, damit war das Feld der 750er leicht dezimiert. Trotzdem waren heiße Positionskämpfe zu sehen. Thomas kämpfte dabei mit Thomas Hager und Roland Schwarzlmüller um seine Position. Am Ende musste er Thomas Hager ziehen lassen und sich hinter ihn auf Rang 10 durch das Ziel rasen. Das Wichtigste bei diesen schwierigen Bedingungen ist sturzfrei die Zielflagge zu sehen, die bei allen drei Rennen von mitgereisten Kindern geschwenkt wurde, denn zum Rahmenprogramm gehörte u.a., dass 3 mitgereiste Kids Gastrennleiter waren und die Rennfahrer abwinken durften.
In der Gp-Klasse lieferten sich Jürgen Luef und Herbert Reiterlehner wieder einen heißen Kampf um den Sieg, den in diesem Fall Jürgen Luef für sich entscheiden konnte.
Nach diesen heißen aber nassen Rennen ging es für unsere Besucher darum, auf der Playstation 3 des Suzuki Austria Trucks die Strecke von Brno so schnell wir möglich zu fahren und damit 2x2 MotoGp Karten zu gewinnen.
Am Abend bei der Siegerehrung durften wir alle Gewinner vor dem versammelten Publikum die Preise überreichen. So gewannen die Kids: Michaela Kreindl, Marco Nützl und Benedikt Platzer für die schnellsten Zeiten auf der Playstation einen Pokal und eine Suzuki Austria Kappe. Die drei jungen „Gast-Rennleiter“ bekamen zu dem von Suzuki Austria gesponserte RIZLA Suzuki Caps und Schirme. Versorgt wurden alle Gäste mit Getränken von Bridgestone Austria und Speisen von uns und dem Team von Suzuki Austria. Gerhard, Edgar und Peter von Pezibär Racing nahmen sich die Zeit und führten unsere Gäste durch das Race Control und stellten uns 2x2 MotoGp Eintrittskarten für die schnellsten Erwachsenen auf der PS3 zur Verfügung. Gewonnen haben dabei Michael Zach und Patrick Doppelhammer – GRATULATION!
Neben der Siegerehrung wurden wir (racer4kids) noch von einer großzügigen Spende von Charly RIDZEVSKY überrascht – er spendete für unser Spendenkonto € 100.- --- VIELEN DANK!!!!
 
Alle Ereignisse des Tages, mein Pokalrang und den Spaß der vielen Besucher ließen wir am Abend gebührend ausklingen.
Sonntag morgen sahen wir dann unbeschreibliches – Sonnenstrahlen und eine trockene Strecke ließen uns die Regenreifen sofort einpacken. Wie immer starten Sonntagvormittag beim Bridgestone und Suzuki Cup die 600er und 750er Klasse gemeinsam und bestreiten gemeinsam das Qualifying. Unzufrieden mit meiner Zeit musste ich mich mit Rang 14 begnügen und Thomas startete zwei Reihen hinter mir. Der Start um 11:20 verlief ohne gröbere Vorkommnisse und Thomas und ich versuchten unsere Positionen zu verbessern. Einige Fahrer die hinter mir starteten erwischten einen besseren Start und ich musste eine kämpfende Gruppe überholen, was mir jedoch viel Zeit gekostet hatte. Endlich vorbei musste ich eine Lücke zwischen mir und den vor mir fahrenden Sven Bobber, Gregor Sillipp und Peter Herbst zufahren. Ein schwieriges Unterfangen da diese Jungs wirklich schnell unterwegs waren. An der Gruppe dran konnte ich an Gregor Sillipp vorbei gehen. Bis zur vorletzten Runde hatte ich keine Möglichkeit Sven zu überholen, doch am Ende der Start Ziel bremste ich später und konnte meinen Platz bis ins Ziel verteidigen. Peter Herbst war bereits eine Sekunde entwischt und ich musste mich mit Platz 6 zufrieden geben. Thomas, Walter Novak und Manfred Hornaus bildeten ebenfalls eine Gruppe im Feld die jede Runde die Positonen tauschten. Am Ende belegte Thomas in seiner Wertung den 8. Rang und er belegt damit in der Suzukigesamtwertung den 7. Rang. Doch erst beim letzten Rennen in Budapest werden die Positionen für das Gesamtklassement bezogen.
Am Nachmittag war das 15 Runden Rennen zum Motorradmagazin Cup angesetzt. Die Startaufstellung wird dabei von dem Samstagtrainings eruiert und dieses fand bei nassen Bedingungen statt. Eine komplett andere Startaufstellung. Gp Fahrer die weit hinter uns standen und umgekehrt. Ein unglaublicher Start wo die Gp Fahrer von hinten wie Raketen vorbeischossen und wir mit Fahrern zu kämpfen hatten die im Normalfall entweder weiter hinten oder weit vorne stehen. Wir kämpften Runde über Runde mit Gp Fahrern die auf den Geraden davon zogen und den Kurvenspeed von 750ern oder 600er Fahrern nicht halten konnten. Trotzdem war es ein spannendes Rennen und ich konnte Michael Lang noch in der vorletzten Runde vom letzten Pokalrang 5 verdrängen. Der zweite Pokal an diesem Wochenende für mich, doch für Thomas lief es noch besser. In seiner Wertung ließ er Joachim Schindlauer hinter sich und belegte den sensationellen dritten Rang!!! Dies ist auch sein Platz in der Zwischengesamtwertung! Gratulation!
Alles in Allem war es ein erfolgreiches Wochenende – der Motorenumbau Freitagnacht war ein weiterer technischer Tiefpunkt in dieser Saison, doch dank der flinken Hände unseres Chefmechanikers und der mittlerweile „Wetten dass…“ würdigen Zeit für den Umbau gelang es uns noch drei Pokale für unser Team mit nach Hause zu nehmen. Die vielen angereisten Fans hatten viel Spaß und konnten – wenn auch bei schlechten Wetter – tolle Rennen mitverfolgen. Wir hatten ebenso viel Spaß mit den vielen Gästen und freuen uns auf nächstes Jahr, denn wir hoffen auch in der kommenden Saison wieder etwas für unseren Sport tun zu können.
Das letzte Rennen der Saison für Thomas und mich geht von 24.-26.09.2010 in Budapest über die Bühne und dort geht es um die Entscheidung welchen Rang wir in den Gesamtwertungen belegen.
Vielen Dank an Alle die uns unterstützt haben!
Bis bald,
Andy

PS: Viele Pics gibts in der Bildergalerie

 PPS: Alle Ergebnisse hier

Fotos: Johann K. (Bike-Net.at), Claudia K., Thomas W., Sandra W. Corinna K., Erich Sch., ....

 
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(letzte Aktualisierung am 05.02.2012)

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