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Home News Die Ereignisse vom Hungaroring "kurz" zusammen gefasst...

Die Ereignisse vom Hungaroring "kurz" zusammen gefasst...

...Vergangenes Wochenende stand das zweite Rennwochenende für Thomas W. und mich am Programm – ein ereignisreiches Wochenende, darum ein etwas längerer Bericht….

Die ergiebigen Regenfälle und die Sperre der Autobahn in Richtung Budapest ließen die Anfahrtszeit auf sieben Stunden ansteigen. Nicht nur dabei war der Regen an unerwarteten Ereignissen schuld, sondern auch die Samstagrennen wurden durch den Regen mit entschieden….
Nach der langen Anreise und dem Aufbau des gesamten Equipments ging es nach den Feierlichkeiten zu Tom’s Geburtstag ab ins Bett. Freitagmorgen aufgewacht, die Fahrerbesprechung mitgemacht und zum ersten mal in dieser Saison am berüchtigten Hungaroring unterwegs. Wie immer geht es in den ersten Trainingsrunden darum, die Bikes noch einmal zu kontrollieren und sich den Kurs wieder in Erinnerung zu rufen. Eine Rennstrecke verändert sich von Jahr zu Jahr – nein von Event zu Event und so sind auch dieses Mal ungeahnte Bodenwellen an Kurvenein- und Kurvenausgängen zu finden, was die Situation für das Fahrwerk der Bikes noch schwieriger macht. Eine optimale Abstimmung ist erforderlich um Bodenwellen keine Beachtung schenken zu müssen, doch nicht immer ist das möglich. So musste ich bereits am Freitag mit zu hohen Reifenverschleiß kämpfen.
 
Thomas brannte am Freitagnachmittag sofort eine tolle Zeit in den Asphalt und war damit schneller als im Herbst 2009 am Hungaroring. Ich konnte meine Zeiten vom September nicht erreichen und ging mit wenigen Erwartungen in den Samstag vormittag.
Die Qualifyings für die Startaufstellungen der Samstag-Rennen und für den Motorradmagazin Cup am Sonntag starteten Samstagvormittag. Die Klasse -600ccm legte vor – die 750er und GP Klasse kamen danach an die Reihe. Der Vormittag noch sonnig und angenehm warm gingen alle optimistisch in die Mittagspause. Um 14:00 Uhr der Start zum 600er Rennen. Ich ging dabei nur von der 4. Reihe aus ins Rennen. Den Start erwischte ich naturgemäß etwas verhalten und ich verlor bis zur zweiten Kurve die eine oder andere Position. Schnell sortierte sich das Feld und ich musste kämpfen um an dem einen oder anderen Gegner vorbeigehen zu können. Armin Güldner, Leo Holzapfel und Thomas Mondl konnte ich nach einigen Kurven hinter mich bringen. Danach stand ein Kampf um die Position  zwischen Grossalber Gerold, Harald Jungwirth und mir am Programm. Einige Positionswechsel während des gesamten Rennens waren die Folge – dadurch konnten wir beide jedoch nicht an den vor uns fahrenden Alexander Forsthuber dranbleiben und von hinten näherte sich mit großen Schritten Leo Holzapfel. Die letzte Runde musste ich nach einigen Problemen abreißen lassen und Leo Holzapfel war dicht an meinem Hinterrad – beim Rausbeschleunigen zwischen den Leitplanken aus der letzten Kurve hörte ich das Schallen von Leo’s Motorrad und ich wußte, dass ich voll am Gas bleiben muss – es hat gereicht: 0.086sec konnte ich vor Leo retten! Platz 13. Ein Ergebnis das mich nicht zufrieden stellt, doch die Konkurrenz war zu stark um eine bessere Platzierung zu erreichen. Wichtige Punkte für die Gesamtwertung.
 
Um 15:00 Uhr startete planmäßig das Rennen der 750er Klasse mit Tom mitten drin. Beim 600er Rennen noch strahlender Sonnenschein zogen bei der Ausfahrt in die Startaufstellung plötzlich unheimlich dunkle Wolken am Himmel auf. Das Starterfeld konnte jedoch noch losgelassen werden. Die enge erste Kurve wurde noch super gemeistert – doch das Anbremsen auf die zweite Kurve wurde drei Fahrern zum Verhängnis und mußten das Rennen – zum Glück unverletzt -- aufgeben. Thomas hatte dabei viel Glück, denn die drei Fahrer fuhren unmittelbar vor ihm in Kurve 2. Nach 2 Runden war es dann soweit – der Himmel öffnete seine Schleusen und das Rennen musste abgebrochen werden. Die erfahrenen Pezibären (Rennveranstalter) verschoben den Rennstart der 750er Klasse sofort auf 17:00 Uhr und verkündeten das Starten der GP Klasse um 16:00 Uhr als „Wet-Race“. Doch die sintflutartigen Regenfälle waren nur von kurzer Dauer und die Strecke schien wieder aufzutrocknen – bevor es 16:00 Uhr war. Ein Hin & Her zwischen Regen und Sonne verzögerte den Rennstart der GP Klasse und so startete die 750er Klasse um 17:00 Uhr bei Regen. Nicht alle Fahrer konnten rechtzeitig bei dieser Wetterlotterie die richtige Reifenwahl treffen und so war das Fahrerfeld etwas geschrumpft. Mit am Start jedoch unser Thomas – mit nagelneuen Regenpneus von Bridgestone. Thomas wußte bereits beim Start, dass Durchkommen das Ziel sein muss. Gleich nach dem Start musste Mitfavorit Josef „Wimsi“ Wimmer sich dem rutschigen Asphalt geschlagen geben und so war ein Kampf an der Spitze zwischen Hermann Schmid und Peter Gruber die Folge. Beide konnten sich gemeinsam bereits nach einer Runde klar vom Rest des Feldes absetzen. Doch am Ende der Start-Ziel Geraden verlor Hermann Schmid das Vorderrad in der Anbremszone und musste seine Suzuki abstellen – Peter Gruber schien damit einen klaren Sieg entgegen zu fahren, denn der hinter ihm liegende Gerhard Fellner hatte schon einige Sekunden Rückstand und hinter Gerhard Fellner lag bereits Tom! Doch auch Peter Gruber, einer der erfahrensten Rennfahrer in dieser Klasse, musste sich in Kurve 1 den Bedingungen geschlagen geben – aber nur kurz, denn sein Kampfgeist und er rissen seine Suzuki aus den Reifenstapeln. Kurz kontrolliert ob sein Zweirad fahrbereit war – war er auch schon wieder auf der Strecke! Unglaublich, aber wahr – Peter G. musste Gerhard F. vorbeiziehen lassen, doch für Tom reichte es nicht mehr. Damit war Gerhard Fellner der überraschende Gewinner vor Peter Gruber und ------- Thomas!!! Ein dritter Platz im zweiten Rennen der Saison! SUPER!!!
Am Ende des Tages starteten noch die stärksten Bikes mit den schnellsten Fahrern im Feld. Neben Jürgen Luef (konnte aus technischen Gründen nicht starten) musste ein weiterer Mitfavorit gleich in der ersten Runde aufgeben - Herbert REITERLEHNER legte seine 1098er in der blinden Links auf den Asphalt. Anschließend entwickelt sich eine spannende Aufholjagd zwischen Martin STRANZ (GSXR1000) und Ernst TISCH (GSXR 1000), die Ernst TISCH mit einem beherzten Ausbremsmanöver für sich entschied.
Ein erfolgreicher Tag für unser Team bzw. für Thomas. Sein erster Podestplatz in seiner noch jungen „Rennfahrerkarriere“ :-) - wir freuten uns mit ihm und ließen den Abend in feierlicher Stimmung (Reifenwechsel, Motorräderkontrolle,…) ausklingen, denn Sonntagvormittag waren die Rennen zur Bridgestone und Suzukiwertung angesetzt.
Der dritte Platz vom Samstag brachte natürlich positive Stimmung in den Sonntag und wir gingen beide gelassen in den Lauf zum Bridgestone und Suzuki Cups. Von Platz 6 in der 600er Wertung gestartet ging ich hochmotiviert in die erste Kurve. Thomas startete von Platz 9 in seiner Wertung und ging knapp hinter mir in Kurve 1. Mein Gegner in diesem auf war Gregor Sillipp der bereits in der ersten Kurve an mir vorbei ging. Ein Überholversuch meinerseits scheiterte und nach sechs Runden musste ich Gregor S. ziehen lassen und mich mit Platz 7 zufrieden geben. Thomas konnte ebenfalls kein entspanntes Rennen fahren, denn Joachim Schindlauer machte sich breit und hatte Thomas keine Lücke zum Vorbeiziehen gelassen – doch in der allerletzten Runde gelang es Thomas in Kurve 12 an Joachim vorbeizugehen und beendete das Rennen auf dem 9. Rang. Wichtige Punkte für uns beide in den Gesamtwertungen!
Am Nachmittag startete das 15 Runden Rennen zum Motorrad-Magazin Cup. Ein spannendes Rennen bei dem alle drei Klassen gleichzeitig starten. Das bedeutet ein großes Teilnehmerfeld von knapp 40 Fahrern am anstrengenden Kurs von Budapest. Auch hier war es kein leichter Kampf um die Positionen. Leider begann bereits Sonntagvormittag das Getriebe meiner Kawasaki etwas zu kränkeln (das bedeutet wieder viel Arbeit am Motorrad) und so konnte ich Herbert Fraubaum nicht halten. Mitte des Rennens musste ich mich gegen die Angriffe von Armin Güldner wehren. Durch den Ausfall des Schaltautomates seiner Ducati konnte ich noch in der letzten Runde nach Kurve 1 an ihm vorbeigehen und ließ ihn nicht mehr auf meine Position 7.
Thomas war lange Zeit in einen Dreikampf mit Thomas Hager und Joachim Schindlauer um den 5. Rang in seiner Wertung verwickelt. Eine wichtige Platzierung denn dies ist der letzte Pokalrang beim Motorrad-Magazin Cup. Am Ende konnte sich Thomas durch konstante Rundenzeiten noch einige Sekunden von den beiden absetzen und ging damit als hervorragender fünfter durchs Ziel. Gemeinsam mit den erfahrenen Piloten wie u.a. Hermann Schmid, Josef Wimmer (er musste das Rennen aus der Boxengasse starten und kämpfte sich auf Platz 2)Peter Gruber und Rupert Kaspar wurde Thomas am Podium abgelichtet! Gratulation!
Es war ein gelungenes Wochenende mit vielen tollen Manövern. Die schnellste Rundenzeit fuhr wieder Jürgen Luef mit 1:53,782!!!! Gute Besserung an jenen Rennfahrerkollegen der sich leichte Verletzungen zuzog.
Glückwunsch an Thomas für die tollen Leistungen! Ich hoffe, dass wir beim nächsten Event im tschechischen Most an die Leistungen anknüpfen können und freuen uns wieder auf viele Freunde & Besucher!
Vielen Dank an alle Unterstützer und Freunde.
Alle Ergebnisse – Link
Fotos gibt’s in der Bildergalerie und Videos folgen in einigen Tagen hier.
Bis zum nächsten Mal
 
 
 
 
Andy

Autor: Andreas
Fotos: Andreas, Thomas, Sandra W., Claudia K., Günter P., Markus K., Johann K.
 
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(letzte Aktualisierung am 05.02.2012)

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