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Erstes Rennwochenende für Thomas und Andy am Slovakiaring

Vergangenes Wochenende war das erste Rennwochenende für Thomas Wöger und mich am Programm. Die 2009 neu errichtete Rennstrecke war uns völlig unbekannt und die Wettervorhersagen für den Trainingstag am Freitag waren ebenfalls bescheiden. Damit waren unsere Erwartungen nicht allzugroß.

Angereist und aufgebaut in der Donnerstagnacht, begann der Freitagmorgen unbeständig. Eine feuchte Strecke und ständige, wenige Tropfen machten das Fahren bis knapp 11 Uhr fast unnötig. Trotzdem versuchten wir einige Runden zu drehen um den Kurs zumindest ein wenig kennen zu lernen – und es war eine gute Entscheidung.
Der neue Kurs in der Nähe von Bratislava hat es in sich. Tolle Kombinationen aus schnellen Radien und langsamen Kurven, hohe Geschwindigkeiten auf der langen Zielgerade und Kuppeln die fast jeden Fahrer ein wenig mehr Respekt abverlangen als anderswo. Ein tolles Streckenlayout, das es in sich hat!!! Unser OnBoard Video soll ein paar Eindrücke davon mitgeben, jedoch muss diese Strecke jeder selbst gefahren sein, um zu wissen was den Fahrern abverlangt wird.
Pünktlich zum Ende des ersten Tages begann es wieder zu regnen, was uns aber nicht weiter störte, da wir unseren Trainingstag bereits absolviert hatten. Das Resümee war ernüchternd. Thomas und ich hatten gute erste Runden, die uns sehr wichtig waren, damit wir wieder ein Gefühl für das Motorrad und natürlich die Strecke bekamen. Aber eines war auf jeden Fall klar, das Teilnehmerfeld hat sich ein wenig verändert. Noch mehr Top-Hobby Rennfahrer sind bei unserem Stammveranstalter „Pezibär-Racing“ am Start - die Rundenzeiten in den Asphalt brennen, dass uns Rätsel aufgab und es noch schwieriger macht (in jeder Klasse) Punkte und gute Platzierungen zu sammeln.
Für Samstag war das Wetter besser angesagt und der Wetterfrosch hatte recht. Für den Vormittag hatten Thomas und ich neue Reifen aufgezogen. Ein paar Runden eingefahren gingen die Qualifyingsessions für die Rennen zur Motulwertung bereits los. Das Qualifying verlief besser als das bisherige freie Training und so konnte ich mich auf Platz 16 stellen. Auch Thomas konnte seine Zeiten im Qualifying noch einmal steigern und belegte Platz 20 in der 750er Klasse. Nach diesem Resultat hoffte Thomas und ich auf Punkte.
Pünktlich um 14 Uhr startete dann das erste Rennen zur Saison 2010. Die 600er Klasse machte den Anfang. Auf der Pole-Position ein alter Bekannter – Josef „Wimsi“ Wimmer und ich einige Reihen dahinter. Der Start verlief nicht problemlos, denn zwei Fahrer zuckten zu früh an der Kupplung – doch die nach dem Reglement verhängte Zeitstrafe von 20 Sekunden änderte für die beiden Fahrer im Endeffekt nichts an der Platzierung. Sofort nach dem Start war ich im Pulk mit 3-4 Fahrern unterwegs. Alexander Forsthuber und ich versuchten den bereits entflohenen Armin Güldner einzuholen. Mir gelang es und ich konnte in der vorletzten Runde noch an Armin vorbeigehen. Das bedeutete für mich den tollen 8. Platz in der Wertung und damit der erste Pokalrang in meiner Rennfahrerkarriere!
Thomas startete gut und fuhr das gesamte Rennen in einer Kampfgruppe um den 17. Platz. Schwarzlmüller, Kaspar und Hornaus kämpften gemeinsam mit Thomas. Am Ende musste Thomas durch unerwarteten Gripverlust den 17. Rang abgeben und fuhr den 20. Platz sicher ins Ziel. Welcher Platz dies in der Motulwertung ergibt werden wir in den nächsten Tagen sehen. Wir hoffen auf jeden Fall auf Punkte.
Der Samstagabend war geprägt durch Reifenwechsel. Die neuen Bridgestone wurden bei Thomas und mir aufgezogen, um für den Bridgestone Cup gerüstet zu sein. Das Feiern des Pokalranges ließen wir fast ausfallen, um das 15-Runden Rennen des Motorrad-Magazin Cups am Sonntag noch durchzustehen.
Sonntagfrüh schien sofort die Sonne und das Wetterthema war damit abgehakt. Nach ein paar Trainingsrunden folgte sofort das Qualifying für die Startaufstellung zum Bridgestone/Suzuki-Lauf. Die beiden Wertungen werden gemeinsam ausgetragen und getrennt gewertet. Thomas fand beim neuen Reifen nicht auf anhieb den richtigen Grip und musste von Position 32 ins Rennen gehen. Ich hatte ein wenig mehr Glück und startete von Rang 14.
Pünktlich um 11:20 Uhr startete das Rennen der 600/750er Klassen zum Bridgestone und Suzuki Cup. Ein großes Teilnehmerfeld sorgte für Spannung in der ersten Kurve. Zum Glück ging alles gut und die Positionskämpfe begannen erneut. Nach zwei Runden konnte ich an Herbert Fraubaum vorbeigehen, doch seine kreischende Kawasaki verließ anfangs mein Heck nicht. Ich versuchte an Charly Maas dranzubleiben, was mir leider nur in einem gewissen Teil der Strecke glückte. Damit konnte ich nicht mehr an ihm vorbeigehen und musste mich mit Rang 6 begnügen. Ein unerwartet gutes Ergebnis für mich. Thomas startete etwas weiter hinten und hatte Martin Klinger vor sich. Ein toller Zweikampf den die vielen Zuseher auf der Tribüne verfolgten. Am Ende musste Thomas nachgeben und belegte den hervorragenden 12. Platz.
Am Nachmittag war das letzte Rennen der Saison angesetzt. Beim MotorradMagazin Cup starten alle Klassen gemeinsam. Demnach waren über 40 Starter unterwegs. Da die Zeiten von Samstagvormittag als Qualifyingzeit genommen werden, startete Thomas von Platz 32 und ich musste von Platz 28 ins Rennen gehen. Die vielen Zuseher waren wohl genauso gespannt wie wir, wie sich die erste Kurve bei so vielen Startern entwickeln wird, aber durch die hohe Disziplin kamen alle gut durch die erste Kurve. Thomas kämpfte sofort um seine Position mit Thomas Haider und Rupert Kaspar. Beide konnten sich ein wenig von Haider Th. absetzen. Nach 7 Runden lief das Aggregat von Thomas plötzlich nicht mehr einwandfrei, trotzdem versuchte er seinen Platz zu halten und zu Ende zu fahren. Nach einer weiteren Runden musste er, in den Pokalrängen liegend, aufgrund eines technischen Gebrechens (vorraussichtlich Getriebe) aufgeben. Währenddessen war Alexander Forsthuber wieder in meinem Blickfeld, mit dem ich bereits am Samstag einen harten Kampf austragen konnte. Seine Zeiten waren im Vergleich zum Vortag ebenfalls viel viel besser geworden. Ich konnte das Tempo mit ihm und Erich Eggenberger (GP Klasse) nur einige Runden mitgehen, danach ließen meine Reifen keine konstanten Rundenzeiten mehr zu und ich musste alles geben um den herannahenden Gustav Zitzewitz auf Abstand zu halten. Nicht wissend welche Platzierung ich erreicht hatte fuhr ich etwas unzufrieden zurück an die Box – das Ergebnis: Ein Dritter Platz!!! Ein Podiumsplatz beim ersten Rennen 2010 – meine Freude ist mir heute noch ins Gesicht geschrieben! :-)
Das Resümee unseres ersten Rennwochenendes 2010 ist geteilt. Wir können behaupten, dass das Niveau das dieses Jahr gefahren wird noch einmal um einiges gestiegen ist und die Rennen – zumindest am Slovakiaring – sehr viele Zuseher auf die Zuschauertribüne locken. Das hohe Niveau macht es nicht einfach Punkte für die Wertungen zu holen. Trotzdem hoffen wir auf weiterhin gute Ergebnisse, obwohl wir wieder gemerkt haben, wie nah „Freud & Leid“ beieinander liegen kann.
Vielen Dank an unseren Chefmechaniker Franz, allen Freunden die uns besucht haben und allen die uns die Daumen gedrückt haben. Es war ein tolles Wochenende!
Euer Andy & das racer4kids – Team

Autor: Andy
Bilder: Andy, Thomas, Franz K., Claudia K., Johann K. (www.bike-net.at), Alexander H. (Suzuki Austria), Foto Rejda,…
Mehr Bilder gibt’s in der Bildergalerie. Alle Ergebnisse mit Siegerfoto hier.
OnBOard Aufnahmen und ein Video über das Wochenende gibt’s in wenigen Tagen unter Medien & Pics-Videos!

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 28. April 2010 um 17:27 Uhr  
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(letzte Aktualisierung am 05.02.2012)

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